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Ett tänkt samtal mellan två dikter

Under påsken - för en vecka ungefär - kommer jag att lämna pausträdet för en resa i Tyskland - i ett helt annat hörn av landet än Schillers och Hesses. Medan jag är borta tänker jag låta två dikter samtala med varandra här genom århundradena. Schillers dikt ”Hoffnung” och Hesses dikt ”Stufen” har en rad gemensamheter, men också stora olikheter och det är väl den bästa tänkbara utgångspunkten för ett värdefullt samtal. Kanske vill någon av er läsare också stiga in i samtalet. Jag skulle tro att det finns svenska översättningar av båda dikterna - dikten ”Hoffnung” borde heta ”Hopp” och dikten ”Stufen” kanske heter ”Steg” eller ”Trappsteg” eller ”Stadier”, jag vet inte. Glad påsk och på återseende!

PS Det här inlägget skulle kunna ses som en fortsättning på samtalet under gårdagens text här.

Hoffnung

Es reden und träumen die Menschen viel
Von bessern künftigen Tagen,
Nach einem glücklichen, goldenen Ziel
Sieht man sie rennen und jagen;
Die Welt wird alt und wieder jung,
Doch der Mensch hofft immer Verbesserung.

Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein,
Sie umflattert den fröhlichen Knaben,
Den Jüngling locket ihr Zauberschein,
Sie wird mit dem Greis nicht begraben;
Denn beschließt er im Grabe den müden Lauf,
Noch am Grabe pflanzt er - die Hoffnung auf.

Es ist kein leerer schmeichelnder Wahn,
Erzeugt im Gehirne des Toren,
Im Herzen kündet er laut sich an:
Zu was Besserm sind wir geboren.
Und was die innere Stimme spricht,
Das täuscht die hoffende Seele nicht.

Friedrich Schiller 1759-1805

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse 1877-1962

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